5
Mai
2011

...

Entschuldigung.

25
Apr
2011

amok, nicht amor: kurz vorm ersticken

es gibt offensichtlich liebe, die fruchtbar ist und früchte trägt und liebe, die auf dem müll landet.
sie wird genährt und darf nicht leben, weg damit, abtreiben, totschweigen, tottrampeln, erfrieren lassen, verbrennen, ihr den hals umdrehen, sie ersäufen, ihr in den prallen geschwollenen bauch treten, bis er aufplatzt, sich selbst auskotzt oder das, was ein körper sein sollte, sich auftut und sie aus der klaffenden wunde herausblutet. vertrösten und verdorren lassen. sie belügen, sie hinhalten und warten lassen, sie verhöhnen, ihr den arsch aufreißen.

am besten man bringt sich gleich selbst um, dann macht man dieser liebe ganz sicher den gar aus und verletzt noch ein paar bekloppte freunde, die es nicht lassen konnten, einen gern zu haben, obwohl man eh schon sein ganzes leben ein dreck war. selbst schuld, ihr träumer und versager.
ihr schlagt mir eine therapie vor? macht doch erst mal selbst eine, ihr dreckssäue. scheiß auf die kunst, scheiß auf blühende landschaften, scheiß auf italien und den frühling mit dir, scheiß auf venedig! scheiß auf scheißpäarchen.

ich will nicht mehr stillhalten, ich will endlich die kontrolle verlieren, ich will endlich zuschlagen, dir die kippe aus deiner dämlichen fresse schlagen, dich, der du mich nicht atmen läßt, dich der du meinen raum einnimmst und mich gerade zur seite geschuppst hast ordentlich vors schienbein treten und die scheißlebendige fruchtbare friedrichshain oder prenzlbergzicke mit ihren debilen wurmfortsätzen, die kreischend an ihren zipfeln hängen und etwas WOLLEN abknallen, den kinderwagen in die spree kippen oder in den main in den neckar, dahin hinein, wo sie herkommen, die blöde schlampe mit ihrem geilen ficker, dem ich vorher die eier abschneide. weg da, jetzt komm ich. ihr arschlöcher, ihr exemplare der gattung. ich hasse euch. ich will euch sterben sehen. ich will keine geräusche mehr aus den monsterkehlen eurer scheißkinder. ich knalle sie mit dem kopf an die wand, so oft, bis ihnen das hirn heraustropft und sie endlich einen grund für abschiedsschmerz hätten. solange bis sie endlich still sind. lasst mich euch stillen! ihr werdet alle bereuen, dass ihr geboren seid. ihr werdet mich in ruhe lassen und meine bedürfnisse respektieren. ihr seid krank und unempfindlich und haltet das fürs normalste von der welt, ihr kackbratzen und normfaschisten. ihr gebilde, ihr radioaktiv verseuchten schleimbatzen ohne ohren, die hören, dass die amsel in f-dur singt.

ich hasse euch und werde es euch in alle windungen und öffnungen hinein kreischen und pressen bis ihr kotzt. so wie ihr es tag für tag mit mir macht. es wird keine gnade geben. ihr arbeitsgläubigen dreckswichser. zur seite! sterbt! und nehmt meinen hass mit, damit ich endlich frei sein kann.

ich hoffe sehr, mit diesem hübschen text für den ingeborg-bachmann-preis vorgeschlagen zu werden. beeilt euch damit, ihr trottel!

2
Jan
2011

incognito

beitrag anlegen, ja was denn, für wen denn, für mich und die welt, die in beiträgen ersäuft, dieses weiß auf schwarz sieht allerdings toll aus, das muss ich gestehen, spuren hinterlassen, weil man da an dem anderen ort nicht mehr ganz sicher ist mit den einsamen gedanken, weil sie sich schon eindellen lassen durch potentielle leser, die sich dann doch nicht auf diese ebene einlassen wollen aus angst sie könnten den boden unter den füßen verlieren. kann man nicht das ganze leben über den boden unter den füßen verlieren? wenn du nichts hast, was dich am boden hält, musst du eben fliegen lernen mit musik mit literatur mit eigenen gedanken mit träumen ach wer hat schon diesen luxus.
ich werde den versuch machen, das leben mehr mitzugestalten, mal sehen was passiert, hierher kann ich immer zurück kommen.

19
Okt
2010

einsam nicht allein

es braucht sehr viel aufmerksamkeit, mehr als die menschen zu geben bereit und in der lage sind. aber die geschichten, die es erlebt sind so bunt und aufregend. nun muß alles im schreiben kompensiert werden ohne den direkten kontakt, was solls... die leute mögen anscheinend nicht mal mehr lange briefe...
mir egal, ich hab zeit weil ich dekadent bin!

5
Jan
2009

hereinspaziert...

kommen sie näher, nehmen sie platz, vielleicht hier auf dem sofa oder dort zwischen den stühlen und teilen sie mit, was ihnen einfällt zum thema: was sagt mir ein text, wenn ich ihn rückwärts lese?!
ist verstanden zu werden heute ein luxus, den wir uns nicht mehr leisten können?
wer möchte zuerst?

21
Nov
2008

...

der einzige weg nach draußen liegt im moment im schreiben, dieses innen wird erst auf papier sichtbar
und wenn die menschen dann versuchen rückzuschließen, verlieren sie die ursache wieder, die die rückschlüsse bewirkt hat.

allein nicht einsam

19
Okt
2008

Sind Sie sicher?

die dame am nachbartisch nimmt einen schluck von ihrem kaffee. sie blättert ihre zeitung um, reckt den kopf nach oben, um eine überschrift zu lesen und dabei noch mit den augen den unteren winkel ihrer lesebrille zu erwischen und murmelt mir leise etwas über ihren zeitungsrand zu: sind sie sicher, daß sie sich am richtigen ort befinden? wissen sie denn nicht, was dekadent bedeutet?

ich schlage etwas ertappt im fremdwörterbuch nach, das ich unter den anderen büchern versteckt hatte. sicher hatte ich ein wages gefühl zu diesem wort, mir war zumindest klar, was eine dekade und eine kadenz sind, etwas zehnteiliges und eine art schlußakkord oder abschluß eines musikstückes, in dem solistisch noch einmal so richtig brilliert werden kann. so richtig greifen ließ sich dekadent in meinem kopf allerdings nicht. mein bauch sagte mir, es müsse etwas sein, das mit dem luxus und einem feiern eines zuviel einhergeht, dem sich ergehen in sphären, in die nicht alle einlaß bekamen und einer gruppe, die unter sich sein wollte. im prinzip verband ich damit ausschluss und brokatsessel, temporär, es sich mal so richtig gut gehen zu lassen, zusammen mit anderen. ich wollte nun endlich einmal teilhaben, an diesen sphären und auch andere mit hinzunehmen, kurz träumen, wie das wäre.

was ich nun las, ließ mich erröten und war mir sehr peinlich, bereitete mir pein, also schmerzte mich: dekadent: (lat.-mlat): infolge kultureller überfeinerung entartet u. ohne kraft od. widerstandsfähigkeit. dekadenz die; verfall entartung, sittlicher und kultureller niedergang.

das hatte ich doch nicht gemeint. doch nicht verfall, sittlicher und kultureller niedergang, im gegenteil!
allein dieses wort: entartet, daß es das noch gibt und dann noch in einem modernen deutschen duden fremdwörterbuch. grauenvoll. damit hatte ich die autorinnen und autoren der vor mir liegenden bücher, sowie die noch nicht einmal anwesenden gäste und mich selbst schon beschimpft, bevor die karaffe mit wasser auf unseren tisch gestellt werden konnte. ich haßte dieses gefühl, immerfort in die unangenehmsten fallen zu tappen auf grund von unbedachtheit. was war es denn? dummheit, beschränktheit oder einfach gefährliche oberflächlichkeit?

die dame am nachbartisch bestellt ein stück kuchen

18
Okt
2008

Sie wünschen?

sprache: Bachmann, Handke, Arendt, Kafka, Weinrich, Frisch, Goldschmidt, Aciman, De Crescenzo, Platon, Aristoteles, Descartes, Breton, Schami, Murakami, Woolf. fürs erste

einige wörterbücher auf dem tollen wurzelholzfurnierten beistelltisch. einen Bösendorfer oder wahlweise Steinwayflügel b- ausführung.

angemessene, nicht zu helle beleuchtung, kleine tischlampe, wie wärs mit einer grünen? kerzen, eine flasche trockenen rotwein, eine große karaffe wasser, papier, federhalter

und nun bequeme ledersessel rings herum für die geladenen und mich. gerne eine frisch gebackene geschichts- und philosophiedoktorandin, sprach- und kulturwissenschaftlerin, einen psychologieprofessor. musikerin, schriftstellende, es wäre schön, wenn das meine freundinnen und freunde wären, vielleicht einen physiker und eine chemikerin, eine grundschullehrerin und menschen, die handwerklich ausgerichtet sind, gerne astronomiekundige, wie wär es zu dem mit einer pilotin?

hach! und nun ein kultiviertes gespräch, ob das ginge? natürlich mehr getränke und vorher ein nicht allzu üppiges aber ausgewählt delikates essen. ich möchte gerne von all denen lernen und mir dinge erklären lassen und selbst gedachtes diskutieren, begreifen, austauschen, bitte!!! dann zur entspannung eine kleine etude von Chopin, das wär schön.

haben sie alles? ja ich kann einen moment warten, ich habe mir lektüre mitgebracht.
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